
MAHLE BEHR INDUSTRY IST DAS JÜNGSTE MITGLIED IM MAHLE KONZERN. AN 6 INTERNATIONALEN STANDORTEN ENTSTEHEN KÜHL- UND KLIMASYSTEME, DIE IN UNTERSCHIEDLICHSTEN FAHRZEUGEN, MOTOREN UND GETRIEBEN ZUR ANWENDUNG KOMMEN. EINE DIESER PRODUKTIONSSTÄTTEN IST REICHENBACH/SACHSEN. DORT WERDEN INSBESONDERE KÜHL- UND KLIMALÖSUNGEN FÜR BUSSE, BAU- UND LANDMASCHINEN GEFERTIGT – AUCH FÜR DEN AUTOMOBILEN AFTERMARKET.
Aus der 1990 als hundertprozentige Tochter des deutschen Kühlerherstellers Behr gegründeten Behr Industry entstanden im Lauf der Zeit mehrere Standorte. Nach dem Fall der Berliner Mauer expandierte das Unternehmen zunächst in die neuen Bundesländer. Dort wurde 1991 eine traditionsreiche Metallwarenfabrik übernommen, die bereits 1952 Wärmetauscher hergestellt hatte und zum Hauptzulieferer der kälte- und klimatechnischen Industrie in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik geworden war.
Schon bald wurde das sächsische Reichenbach zum wichtigsten Produktionswerk für die Fertigung und Montage von Kühl- und Klimatisierungssystemen. Als Schwerpunkte der Produktion kristallisierten sich Wärmeübertrager für Bau- und Landmaschinen sowie die Fertigung und Montage von Kühlanlagen und Klimageräten heraus. Und das so erfolgreich, dass laufend Investitionen getätigt werden mussten, um dem steigenden Marktbedarf Rechnung zu tragen.
Heute arbeiten bei MAHLE Behr Industry in Reichenbach rund 320 Mitarbeiter – und fertigen auf ca. 38.000 m2 in zwei großen Produktionshallen Kühl- und Klimatisierungssysteme für Bau- und Landmaschinen, Busse, Sonderfahrzeuge und die Luftfahrtindustrie, Kühlsysteme für Schienenfahrzeuge und Großmotoren sowie Wärmetauscher für Automobilanwendungen. Das Werk verfügt über fünf moderne Lötöfen, vier davon mit Vakuum- und einer mit Nocolok®-Technologie – und ist damit bestens aufgestellt, um den wachsenden Bedarf an Klima- und Kühlkomponenten in der Erstausrüstung zu decken und den Aftermarket in derselben kompromisslosen Qualität zu versorgen.
Kleine Lötkunde VAKUUMLÖTEN Unter Vakuumlöten versteht man das Verbinden von Materialien in einer Kammer – unter sehr niedrigem atmosphärischem Druck und kontrollierter Erwärmung. Daher findet das Vakuumlöten in speziell dafür ausgelegten Öfen statt. Nach Erwärmung des Ofens mittels elektrischer Heizung und Absenkung des Drucks erfolgt in der Lötkammer im Hochvakuum der Fügeprozess. Im Werk Reichenbach werden ausschließlich Aluminiumwärmetauscher gebaut. Dabei kommen Grundmaterialien zum Einsatz, die mit Lot beschichtet sind. Das Lot wird als Füllmaterial verwendet, um die Einzelteile miteinander zu verbinden. Dies kann dadurch erreicht werden, dass der Schmelzpunkt des Lots unter dem des Grundmaterials liegt, sodass der Lötprozess keine weiteren Zusatzstoffe erfordert. Nach einem kontrollierten Temperatur-Zeit-Vakuumverlauf werden die Teile im Ofen gelötet. Während des Abkühlprozesses erstarrt das Lot – damit sind die Einzelteile zu einem Block verbunden. NOCOLOK®-LÖTEN Nocolok® ist der Handelsname eines speziellen Flussmittels, das beim Aluminiumlöten zum Einsatz kommt. Der Begriff steht als Abkürzung für „Non corrosive lock“. Bei diesem Lötverfahren werden Einzelteile aus Aluminium in einem Ofen mit Stickstoffatmosphäre unter Temperatureinfluss mittels eines Flussmittels zu einem Block verlötet. |