
Das Unternehmen ABS-auto ist in Russland sehr bekannt. Der renommierte Autoteilehändler im Süden des Landes ist seit über 10 Jahren am Markt und beliefert die Werkstätten und Fachhändler zuverlässig mit hoch qualitativen Ersatzteilen für Pkw nach höchstem europäischem Standard – wie beispielsweise Motorenteile und Filter von MAHLE. Um mehr über dieses überaus aktive und expansive Unternehmen zu erfahren – und vielleicht sogar das Geheimnis seines Erfolgs zu lüften – haben wir uns mit dessen Gründer, Generaldirektor Konstantin Aslanidis, getroffen.
 | Konstantin Aslanidis, Generaldirektor ABS-auto in Russland |
MAHLE Aftermarket news: Herr Aslanidis, welche Grundprinzipien verfolgen Sie bei Ihrer Arbeit? Oder, anders formuliert: Was ist der Schlüssel zu Ihrem Erfolg?
Konstantin Aslanidis: Nun, wir sehen unseren Erfolg zum einen in der hohen Qualität unserer Produkte – und zum anderen in der Professionalität unserer Mitarbeiter. Betrachtet man unsere Produktpalette, findet man nur solche Produktgruppen, die Kfz-Zulieferer an renommierte Fahrzeughersteller wie Mercedes-Benz, BMW oder VAG liefern – oder gar an die High-End-Sparte der Kfz-Branche: die Formel 1, für die ja auch MAHLE Produkte entwickelt und fertigt. Entsprechend wohlwollend betrachten wir die MAHLE Logos auf den Formel-1-Boliden. Insgesamt ist es unser Bestreben, ausschließlich mit Profis aus der Automobilbranche zu arbeiten, die qualitativ einwandfreie Produkte herstellen. Wir denken, diesem kompromisslosen Qualitätsdenken haben wir einen Großteil unseres Erfolges zu verdanken.
MAHLE Aftermarket news: Erzählen Sie uns ein wenig über Ihre Expansionsstrategie …
Konstantin Aslanidis: Der moderne Gebäudekomplex hier in Stawropol, in dem wir nun sitzen, wurde 2007 eröffnet. Hier bieten wir unseren Kunden auf einer Gesamtfläche von 5.000 m² ein Kompetenzzentrum für Reparatur und Wartung. Ein hoch professionelles Team repräsentiert uns als eines der ersten Häuser des Landes im Bereich Automobildienstleistungen. Der Standort fungiert übrigens auch als Trainingszentrum, in dem verschiedene Schulungen und Workshops durchgeführt werden. So geben wir an unsere Partner zwei der wichtigsten Güter unserer Zeit weiter: Information und Wissen.
MAHLE Aftermarket news: Mit welchen Problemen sehen Sie sich im Markt konfrontiert?
Konstantin Aslanidis: Sehen wir es doch einmal von unserem Endkunden, dem Autofahrer, aus: Er hat die Qual der Wahl – und das Problem, den richtigen Händler zu finden. Also müssen wir ihm ein Angebot machen, das sowohl wirtschaftliche Trends aufgreift als auch die Wünsche der Autofahrer erfüllt. Unser Unternehmen ist seit 13 Jahren auf dem russischen Markt für Ersatzteile vertreten. In dieser Zeit haben auch wir einige schlechte Erfahrungen mit Kfz-Ersatzteilen gemacht: mit Produkten verschiedener Hersteller und sowohl bekannten als auch weniger bekannten Marken. Nach der Wirtschaftskrise 1998 ist die Nachfrage nach Billigprodukten, sogar solchen in erkennbar minderwertiger Qualität, enorm gestiegen. Durch professionelle Aufklärung und Beratung konnten wir diesem Trend aktiv entgegenwirken. Heute lässt sich sagen: Die Produkte müssen höchsten Ansprüchen genügen, sie müssen zuverlässig funktionieren, langlebig sein und entsprechenden Produktservice bieten.
MAHLE Aftermarket news: Können Sie eine Marktprognose abgeben?
Konstantin Aslanidis: Wir beobachten eine Tendenz in Richtung Qualität und Innovation – und wir denken, die Unternehmen unserer Branche werden Maßnahmen ergreifen müssen, um die Anforderungen ihrer Kunden auch in dieser Hinsicht zu erfüllen.
MAHLE Aftermarket news: Verraten Sie uns die Pläne von ABS-auto für die nähere Zukunft?
Konstantin Aslanidis: Um weiter zu expandieren, planen wir den Ausbau unseres technischen Kundenservice mittels eines Werkstattkonzeptes und möchten dabei insbesondere den Ort Sotschi angehen, den Austragungsort der Olympischen Spiele 2014, da wir in dieser Region vielversprechende Potenziale sehen.
Wir wollen unseren Umsatz mit Automobilersatzteilen auf dem russischen Markt weiter ausbauen. Um unseren Bekanntheitsgrad zu steigern, werden wir eine große Werbekampagne in Russland starten. Auch werden wir auf den etablierten regionalen und landesweiten Ausstellungen präsent sein. Auf der Automechanika Moskau werden wir nur als Besucher vertreten sein – hier wollen wir abwarten, wie sich die Resonanz am Markt gestaltet. Diese Ausstellung wird sich aber aufgrund ihres internationalen Status und ihrer hervorragenden Organisation künftig sicherlich zu einer starken Messe entwickeln.
MAHLE Aftermarket news: Haben Sie noch eine Botschaft an die Leser der MAHLE Aftermarket news?
Konstantin Aslanidis: Wir wünschen uns, dass alle Firmen, die in der Beratung und dem Verkauf automobiler Ersatzteile oder in der Reparatur und Wartung von Fahrzeugen tätig sind, erfolgreich und expansiv arbeiten können. Darüber hinaus habe ich noch eine Bitte an die Eigentümer und Manager dieser Unternehmen: „Bieten Sie Ihren Kunden Qualität – auch bei Ihren Mitarbeitern. Richten Sie Ihr Augenmerk auf deren Entwicklung und Weiterbildung. Setzen Sie sich verstärkt dafür ein, dass diese ihren fachlichen Horizont erweitern können. Ein gut ausgebildeter Mitarbeiter ist nicht nur engagierter und macht mehr und bessere Umsätze – er beeinflusst auch auf nicht zu unterschätzende Weise das Image des Unternehmens bei Partnern und Kunden und trägt so auch langfristig zum Unternehmenserfolg bei.“
MAHLE Aftermarket news: Herr Aslanidis, wir bedanken uns für das Gespräch – und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer aktuellen und langfristigen Ziele.