MAHLE mit Lösungen für alle Stufen der Elektrifizierung

Eine elektrische Hauptkühlmittelpumpe bietet die Möglichkeit, den Kühlmittelstrom in der Warmlaufphase des Motors vollständig zu unterbinden, indem sie deaktiviert bleibt.

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Stuttgart, September 2015 – Die Elektrifizierung des Fahrzeugs wird in Zukunft zunehmend einen Beitrag zur effizienten Mobilität beitragen. Ausgehend vom konventionellen Standard-Antriebsstrang sieht MAHLE durch die zahlreichen Optionen der Elektrifizierung bis hin zum Plug-in-Hybrid ein Potenzial von bis zu 65 Prozent CO2-Reduzierung. Die Betrachtung darf sich dabei nicht nur auf die unmittelbare Unterstützung des Verbrennungsmotors beschränken, beispielsweise durch Boosten, Start-Stopp-Funktionalität oder Hybridisierung, sondern muss auch weiterführende Maßnahmen im Fahrzeug, wie das Thermomanagement oder die Elektrifizierung von Nebenaggregaten umfassen.

Bereits kleinere Schritte der Elektrifizierung können im verbrennungsmotorischen Antriebsstrang mit konventionellem 12-V-Bordnetz eine nachhaltige Wirkung erzielen. Zum Beispiel ermöglichen elektrische Aktuatoren eine schnellere und präzisere Ansteuerung des Verbrennungsmotors. Alleine über den Ersatz des pneumatischen Wastegate-Aktuators durch eine elektrische Variante, die MAHLE bereits seit 2009 für Großserienanwendungen liefert, ergibt sich eine CO2-Einsparung von rund zwei Prozent. Ergänzt um weitere „leichte“ Elektrifizierungsschritte wie zum Beispiel elektrische Thermostate, AGR-Ventile, Lenkhilfemotoren oder auch Start-Stopp-Funktionalität, lässt sich auch ohne Eingriff in das Bordnetz und ohne elektrische Antriebsmotoren in Summe eine CO2-Einsparung von bis zu acht Prozent darstellen.

Eine weiterführende Entlastung beziehungsweise Unterstützung des Verbrennungsmotors bietet die Elektrifizierung von Nebenaggregaten. Mit der Entkopplung vom Riementrieb bieten sie nicht nur Packaging-Vorteile durch die beliebige Platzierungsmöglichkeit, es entfallen auch die mechanischen Verluste am Verbrennungsmotor. Die Energie für elektrische Nebenaggregate kann über Rekuperation gewonnen werden. Zudem erfolgt der Betrieb unabhängig von Motordrehzahl und Druck und kann damit rein auf den Bedarfsfall und äußerst präzise ausgelegt werden. Eine elektrische Hauptkühlmittelpumpe bietet dadurch zum Beispiel die Möglichkeit, den Kühlmittelstrom in der Warmlaufphase des Motors vollständig zu unterbinden, indem sie schlicht deaktiviert bleibt. Der Verbrennungsmotor erreicht auf diese Weise schneller seine optimale Betriebstemperatur, die kritischen Kaltstartemissionen können drastisch reduziert werden. Danach erfolgt der Betrieb der Kühlmittelpumpe vollvariabel in Abhängigkeit des Fahrzustands. In Summe ergibt sich durch ihren Einsatz eine mögliche CO2-Reduzierung von bis zu fünf Prozent. MAHLE rechnet insbesondere im Zusammenhang mit dem 48-Volt-Bordnetz mit einer starken Verbreitung von elektrischen Nebenaggregaten und baut sein Portfolio fortlaufend aus, unter anderem über elektrische Kühlmittelpumpen, Klimakompressoren oder Kühlerlüfter.

Spätestens mit der Vollhybridisierung bis hin zum Plug-in-Hybrid wird das Thermomanagement im Fahrzeug neu gefordert: Insbesondere die Lithium-Ionen-Batterien müssen konstant in einem Temperaturfenster gehalten werden. MAHLE war hierbei Vorreiter und hat im Jahr 2009 die ersten Kältemittel basierten Batteriekühlsysteme in Serie gebracht. Heute steht bei MAHLE die thermoelektrische Batteriekonditionierung bereits kurz vor Serienreife. Doch nicht nur die Kühlung beziehungsweise Temperierung von Antriebskomponenten wird bei Hochvolt-Anwendungen gefordert, auch die Innenraum-Klimatisierung gilt es bei abgeschaltetem Verbrennungsmotor zu gewährleisten. Hochvolt-PTC-Heizer sowie elektrische Klimakompressoren sind dafür grundlegende Systeme aus dem MAHLE Portfolio.

Die verschiedenen Elektrifizierungsgrade von Antrieb und Fahrzeug werden sich in Abhängigkeit der Fahrzeugklasse und ihrer Preissensibilität weiter durchsetzen und damit einen Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten. MAHLE ist durch sein umfassendes Portfolio in den Bereichen Thermomanagement, elektrische Aktuatoren und Nebenaggregate, sowie Elektrik bereits seit vielen Jahren in zahlreichen Serienanwendungen am Markt präsent und rüstet sich fortlaufend für die zukünftige weitere Elektrifizierung der Antriebsstränge in unterschiedlicher Ausprägung. Dazu zählt der weitere Ausbau des Gesamtsystem-Know-hows, des Portfolios und damit der Eigenwertschöpfung. Dies gilt auch für den Bereich der Brennstoffzellen-Antriebe, auf dem MAHLE ebenfalls langjähriger Serienlieferant für Luft- und Thermomanagement ist und seine Aktivitäten weiter ausbauen wird. Die zunehmende Elektrifizierung des Automobils wird MAHLE daher mit wichtigen Impulsen begleiten.

Über MAHLE
MAHLE ist ein international führender Zulieferer der Automobilindustrie. Der Konzern deckt mit seinen Produkten für Verbrennungsmotoren und deren Peripherie bis hin zu Lösungen für elektrifizierte Fahrzeuge, alle wichtigen Fragestellungen entlang des Antriebsstrangs und der Klimatechnik ab: von Motorsystemen und -komponenten über die Filtration bis zum Thermomanagement. Weltweit sind in jedem zweiten Fahrzeug Produkte von MAHLE verbaut. MAHLE Komponenten und Systeme kommen aber auch fernab der Straße zum Einsatz – ob in stationären Anwendungen, mobilen Arbeitsmaschinen, auf der Schiene, in Schiffen oder Flugzeugen.

2014 hat der Konzern mit rund 66.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 9,94 Milliarden Euro erwirtschaftet. Heute ist MAHLE mit 170 Produktionsstandorten in mehr als 30 Ländern vertreten. In 16 großen Entwicklungsstandorten in Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, Slowenien, den USA, Brasilien, Japan, China und Indien arbeiten über 5.000 Entwicklungsingenieure und Techniker an entsprechenden innovativen Lösungen.

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MAHLE GmbH
Ruben Danisch
Zentrale Unternehmenskommunikation/Öffentlichkeitsarbeit
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