MAHLE plant Verlagerung der Aktivitäten aus Schwäbisch Hall – Wirtschaftlichkeit mittelfristig nicht mehr gegeben

Stuttgart, 2. Oktober 2015 – Der Stuttgarter MAHLE Konzern will aus Wirtschaftlichkeitsgründen bis Ende 2018 sein Lager am Standort Schwäbisch Hall aufgeben und seine Hydraulik- und Instandhaltungsaktivitäten an den sächsischen Standort Reichenbach verlagern.


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Über die Details wird das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern in den kommenden Wochen Beratungen aufnehmen. Im Zuge der geplanten Maßnahmen sollen betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermieden werden. Den insgesamt 87 Mitarbeitern von MAHLE Behr Service und MAHLE Industrial Thermal Systems werden ab sofort freie Arbeitsplätze an anderen Standorten sowie Altersteilzeitregelungen und freiwillige Abfindungsprogramme angeboten. Auch die Vermittlung an Unternehmen in der Umgebung ist angedacht. Das ebenfalls in Schwäbisch Hall angesiedelte Gemeinschaftsunternehmen Behr Hella Service ist von den Plänen nicht betroffen. 

MAHLE betreibt in Schwäbisch Hall vor allem ein zentrales Lager des Ersatzteilspezialisten MAHLE Behr Service (MBS). Ende August waren dort 55 Mitarbeiter tätig. Darüber hinaus sind 32 Beschäftigte von MAHLE Industrial Thermal Systems (MITS) mit dem Service und der Instandsetzung von Kühlanlagen und Wärmetauschern sowie der Montage und Reparatur von Hydraulikpumpen und -motoren befasst. 

„Die Entscheidung, die Aktivitäten am Standort einzustellen, ist uns nicht leicht gefallen. Doch wir müssen darauf achten, dass MAHLE Behr Service in Europa wettbewerbsfähig bleibt“, erklärte MBS-Geschäftsführer Torsten Waldhelm. So können die Lageraufgaben dezentral an den jeweiligen Serienproduktionsstätten wesentlich günstiger übernommen werden. Die Verwaltungsfunktionen sollen mit den bereits vorhandenen am Konzernsitz in Stuttgart zusammengeführt werden. 

Auch die deutschen Produktionsstandorte von MAHLE Industrial Thermal Systems stehen unter hohem Kostendruck. Um den Standort im sächsischen Reichenbach mit mehr als 300 Mitarbeitern zu stabilisieren und insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ist geplant, die Hydraulik- und Instandhaltungsaktivitäten von Schwäbisch Hall nach Reichenbach zu verlagern. „Dort können wir die vorhandene Fläche besser nutzen und die Mitarbeiter je nach Auftragslage flexibel in der Serienfertigung oder in der Instandhaltung einsetzen“, erklärte Dr. Michael Löhle, Geschäftsführer von MITS.

Über MAHLE
MAHLE ist ein international führender Zulieferer der Automobilindustrie. Der Konzern deckt mit seinen Produkten für Verbrennungsmotoren und deren Peripherie bis hin zu Lösungen für elektrifizierte Fahrzeuge, alle wichtigen Fragestellungen entlang des Antriebsstrangs und der Klimatechnik ab: von Motorsystemen und -komponenten über die Filtration bis zum Thermomanagement. Weltweit sind in jedem zweiten Fahrzeug Produkte von MAHLE verbaut. MAHLE Komponenten und Systeme kommen aber auch fernab der Straße zum Einsatz – ob in stationären Anwendungen, mobilen Arbeitsmaschinen, auf der Schiene, in Schiffen oder Flugzeugen.

2014 hat der Konzern mit rund 66.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 9,94 Milliarden Euro erwirtschaftet. Heute ist MAHLE mit 170 Produktionsstandorten in mehr als 30 Ländern vertreten. In 16 großen Entwicklungsstandorten in Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, Slowenien, den USA, Brasilien, Japan, China und Indien arbeiten über 5.000 Entwicklungsingenieure und Techniker an entsprechenden innovativen Lösungen. 

 

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