Mehrheitsübernahme von Behr verzögert sich

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Stuttgart, 13. Juli 2012 – Die für Anfang nächsten Jahres vorgesehene Übernahme der Mehrheit an Behr durch MAHLE verzögert sich. MAHLE wurde als Gesellschafter von Behr durch deren Geschäftsführung informiert, dass ein Ermittlungsverfahren gegen Hersteller thermischer Systeme für Automobile wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Verhaltensweisen eingeleitet wurde, von dem auch Behr betroffen ist. Die Europäische Kommission hat im Mai bei Behr in Stuttgart eine Nachprüfung veranlasst. In den USA haben die dortigen Justizbehörden ebenfalls Ermittlungen gestartet.

MAHLE selbst ist als Unternehmen von dieser Nachprüfung in keiner Weise betroffen. Untersucht werden Vorgänge, die ausschließlich Behr betreffen.

Das Ziel, die Mehrheit an Behr zu erwerben und Behr voll in den MAHLE Konzern zu integrieren, wird weiterhin verfolgt. Durch das kartellrechtliche Ermittlungsverfahren verzögert sich dies jedoch.

Dazu Prof. Junker, Vorsitzender der MAHLE Konzern-Geschäftsführung: „Wir haben nach wie vor Interesse, die Mehrheit an Behr zu übernehmen, jedoch erst nach vollumfänglicher Klärung der Vorgänge und Regelung der möglichen Folgen. Kartellrechtswidriges Verhalten ist für MAHLE grundsätzlich nicht akzeptabel. Die Einhaltung von Gesetzen und Regelungen bildet die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen. Wettbewerb ist ein entscheidender Motor für den langfristigen Erfolg und die Triebkraft für Innovation, Effizienz und Kundenorientierung.“


Unternehmen und Geschäftsentwicklung
Der MAHLE Konzern ist einer der 30 weltweit größten Automobilzulieferer. Mit den beiden Geschäftsbereichen Motorsysteme und -komponenten sowie Filtration und Motorperipherie zählt MAHLE weltweit zu den Top-3-Systemanbietern von Kolbensystemen, Zylinderkomponenten, Ventiltrieb-, Luftmanagement- und Flüssigkeitsmanagement-Systemen. Im Geschäftsbereich Industry sind die Industrieaktivitäten von MAHLE gebündelt. Dazu zählen die Bereiche Großmotoren, Industriefiltration sowie Kühl- und Klimatisierungssysteme. Der Geschäftsbereich Aftermarket bedient den freien Teilehandel mit MAHLE Produkten in Erstausrüstungsqualität. MAHLE beschäftigt circa 49.000 Mitarbeiter an über 100 Produktionsstandorten und in acht Forschungs- und Entwicklungszentren. Das Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro. Dies entspricht gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr einer Steigerung von acht Prozent.