Presseinformation zum Geschäftsverlauf des MAHLE Konzerns im 1. Halbjahr 2011 und Jahresausblick

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Stuttgart, 5. September 2011 – Umsatz des MAHLE Konzerns steigt im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 18,9 %.

Entwicklung der Weltwirtschaft

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft in den nächsten sechs Monaten abgeschwächt fortsetzen wird. Für die Automobilkonjunktur wird nach wie vor eine Stabilisierung auf dem aktuell hohen Niveau prognostiziert. Mögliche Wachstumshindernisse sind die Entwicklung der Rohstoffpreise, die Schuldenkrise der Vereinigten Staaten und einiger Euroländer, die Inflationsentwicklung sowie die nach wie vor ungewisse Erholung in Japan.

Basierend auf den im Juli 2011 noch positiven Entwicklungsaussichten der Weltwirtschaft prognostiziert CSM bei Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen (Fahrzeuge <6 t) eine Produktion von 75,9 Millionen Einheiten (+3,8 %) und bei Nkw von 3,42 Millionen Fahrzeugen (+1,5 %).


Geschäftsverlauf 2011

Der Umsatz des MAHLE Konzerns für den Zeitraum Januar bis Juni 2011 belief sich auf 2.973,4 Millionen Euro. Das sind 472 Millionen Euro (+18,9 %) mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2010. Die um Wechselkurseffekte und Erstkonsolidierungen bereinigte organische Umsatzveränderung betrug 387,1 Millionen Euro (+15,5 %).

Im zweiten Halbjahr 2011 wird das Umsatzwachstum voraussichtlich zwar deutlich geringer ausfallen, wir rechnen aber nach wie vor mit einer generell stabilen globalen Automobilkonjunktur und erwarten deshalb einen Gesamtjahresumsatz von circa 5,8 Milliarden Euro. Dies würde einem Umsatzwachstum im Vergleich zu 2010 von etwa 11 Prozent entsprechen.

Ergebnisbelastend wirkten sich im ersten Halbjahr neben steigenden Materialkosten vor allem die deutlichen Produktionsausfälle und Schadenskosten unserer Werke in Japan aus.


Mitarbeiter

Die stichtagsbezogene Anzahl der Mitarbeiter (30.6.2011) erhöhte sich von 44.799 auf 49.103. Die Zahl der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter stieg von 8.440 auf 9.181 – inklusive der 840 Mitarbeiter, die durch die Vollkonsolidierung der MAHLE Behr Industry GmbH & Co. KG zum MAHLE Konzern kamen.


Konzernentwicklung

Beteiligung an Behr gesteigert:
MAHLE hat im Zuge der geplanten mehrheitlichen Übernahme der Behr-Gruppe im Januar 2011 seine Anteile von 19,9 Prozent auf 36,85 Prozent erhöht. Wie auch in der ersten Beteiligungsstufe erfolgte der zweite Schritt durch eine einseitige Kapitalerhöhung, um die Finanz- und Bilanzstruktur der Behr-Gruppe weiter zu stärken. Damit liegt MAHLE genau im Plan des in 2010 geschlossenen Beteiligungsvertrags und wird voraussichtlich zum 1. Januar 2013 die Anteile an der Behr-Gruppe auf über 50 Prozent aufstocken und damit die Vollkonsolidierung in den MAHLE Konzern ermöglichen.

Durch die Integration von Behr kann der MAHLE Konzern seine Marktposition durch ein komplementäres Produktprogramm weiter ausbauen und verbessern. Dies gilt sowohl für Systemumfänge bei modernen Verbrennungsmotoren als auch für alternative Antriebstechnologien sowie für das gesamte Fahrzeug-Thermomanagement. Einen eindrucksvollen Beweis für die bereits abgestimmten Arbeitsinhalte lieferte der erste gemeinsame Messeauftritt auf der Automobilausstellung in Shanghai im April dieses Jahres. Auch für die bevorstehende IAA in Frankfurt und die Tokyo Motor Show im November sind gemeinsame Messeauftritte in Vorbereitung.

Im bereits integrierten Unternehmensbereich Industry werden heute schon deutliche Synergieeffekte realisiert, übergreifende Produktneuentwicklungen initiiert sowie gemeinsame Marktbearbeitung gestaltet.


Naturkatastrophe in Japan: MAHLE beschäftigt in Japan in sechs Produktions- und zwei Entwicklungswerken über 2.000 Mitarbeiter. Beim Erdbeben und den Tsunamis im März wurden erfreulicherweise weder MAHLE Mitarbeiter noch deren Familienangehörige verletzt. Allerdings sind in einigen Werken erhebliche Schäden an Gebäuden und Produktionsanlagen entstanden. Unser Werk Hirata liegt nur rund 40 Kilometer vom Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi entfernt; es wurde für etwa 14 Tage komplett evakuiert. Die anderen Werke waren nach schnellen Behelfsreparaturen relativ kurzfristig wieder produktionsbereit, sodass bei unseren Kunden durch MAHLE keine Produktionsausfälle entstanden sind. Unsere Teams haben nicht nur zügig Aktionspläne für die Reparatur der Produktionsanlagen und Gebäude, sondern vor allem auch Hilfspläne für diejenigen Mitarbeiter erstellt, die Probleme bei der Lebensmittel- und Energieversorgung hatten.

Außerdem hat MAHLE das japanische Rote Kreuz durch direkte Firmen- und freiwillige Mitarbeiterspenden aus aller Welt mit fast 600.000 Euro unterstützt, um bei den notwendigen Wiederaufbaumaßnahmen behilflich zu sein.