Nockenwellen

Rein mechanisch betrachtet, ist es die Aufgabe der Nockenwelle, die rotatorische Bewegung der Kurbelwelle mit Hilfe des Nockenprofils in eine oszillierende Bewegung der Nockenfolger umzuwandeln. Die Form des Nockenprofils definiert den Ventilhub und ist damit ein grundlegender Stellhebel für die Auslegung des Ladungswechsels und somit der Verbrennung.
MAHLE beliefert Kunden auf der ganzen Welt mit Gussnockenwellen, geschmiedeten oder aus dem Vollen gearbeiteten Stahlnockenwellen und gebauten Nockenwellen. Sowohl Rohlinge als auch einbaufertige Bauteile werden in Großserienstückzahl produziert. Durch die große Produktvielfalt ist MAHLE in der Lage, für jeden Anwendungsfall die richtige Lösung zu bieten. Die Fertigung erfolgt ausschließlich auf modernen und vollautomatischen Produktionsanlagen. So garantiert MAHLE eine konstant hohe Qualität.

Zur Produktion von gegossenen Nockenwellen wird in erster Linie der Schalenhartguss eingesetzt. Gussnockenwellen mit induktiv gehärteten Nocken erfüllen die hohen Anforderungen im Rollkontakt. Um das Gewicht zu reduzieren, können die Wellen zylindrisch oder profiliert hohl gegossen werden.

Die Gussproduktion findet auf hochmodernen und vollautomatischen Produktionsanlagen statt. Eine breite Palette von Standardwerkstoffen, aber auch Spezialwerkstoffe für spezifische Kundenanforderungen stehen zur Verfügung. Moderne Bearbeitungszentren und vollautomatisch arbeitende CBN-Schleifmaschinen garantieren eine konstant hohe Qualität.

Fortschritte in der Reibungs- und Gewichtsminderung des Ventiltriebs haben unmittelbaren Einfluss auf die Effizienz des Gesamtmotors und somit den Kraftstoffverbrauch beziehungsweise die CO2-Emissionen. Die gebaute Nockenwelle von MAHLE erreicht in ihrer ersten Nutzfahrzeug-Serienanwendung einen Gewichtsvorteil von circa 30 Prozent.

MAHLE setzt hierfür ein besonderes Fertigungsverfahren ein: Anbauteile wie Nocken, Geberräder und An- bzw. Abtriebselemente werden mit einem thermischen Schrumpfsitz auf Präzisionsstahlrohre mit hoher Torsions- und Biegesteifigkeit gefügt. Der rein elastische Querpressverbund garantiert einen gleichbleibend hohen Festsitz der gefügten Bauteile über die gesamte Lebensdauer. Bei Nutzfahrzeugmotoren ist immerhin eine Laufleistung von zwei Millionen Kilometern gefordert.