Presse Information [PDF; 26 KB]
Presse Information [RTF; 38 KB]
Bild: Produktion in Alzenau
 Zip-Datei [300 dpi CMYK] | Bild: Produktion in Alzenau
 Zip-Datei [300 dpi CMYK] |
Stuttgart, 26. März 2009 – Aufgrund der sich aktuell verschärfenden Krise im Automobilsektor und der seit Jahren negativen Betriebsergebnisse hat die Geschäftsführung des MAHLE Konzerns einen Plan erarbeitet, die Produktion am Standort in Alzenau einzustellen und den Standort zu schließen.
Das Betriebsergebnis des Werkes Alzenau weist seit 2005 bis einschließlich 2009 einen kumulierten Gesamtverlust von circa 70 Millionen Euro auf. Es wurde versucht, dieser Entwicklung in den vergangenen Jahren mit mehreren Maßnahmen zu begegnen. Neben den im Standort- und Beschäftigungssicherungstarifvertrag 2005 für alle MAHLE Standorte in Deutschland getroffenen Regelungen zur Kosteneinsparung brachte auch ein Interessenausgleich im Jahr 2006 nicht den erwünschten Erfolg. Außerdem wurden in den vergangenen Monaten mehrere Szenarien für einen Innovationstarifvertrag erarbeitet, die allerdings alle weiterhin zu deutlich negativen Betriebsergebnissen führen würden.
Aktuell kommen zur Verlustsituation die derzeitig deutlich reduzierte Marktnachfrage sowie gestiegene Personal- und Materialkosten hinzu. In den letzten Tagen erarbeitete Prognosen zeigen darüber hinaus, dass mit einer nachhaltigen Markterholung mittelfristig nicht zu rechnen ist. Daher beabsichtigt die Geschäftsführung des MAHLE Konzerns, im Rahmen der Produktionsrestrukturierung des Bereichs Kolbensysteme das Werk in Alzenau in Unterfranken zu schließen. Hierzu ist geplant, Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung über einen Interessenausgleich aufzunehmen.
„Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst“, versichert Dr. Hans Peter Coenen, Mitglied der Konzern-Geschäftsführung. „Daher beabsichtigen wir, den Mitarbeitern anzubieten, beispielsweise in eine Beschäftigungsgesellschaft einzutreten, wo sie sich innerhalb ihres erlernten Berufes, aber auch durch Erlernen neuer Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt weiterqualifizieren können. Darüber hinaus können sich Mitarbeiter aus Alzenau auch auf freie Arbeitplätze innerhalb des MAHLE Konzerns bewerben. Wir bedauern die Auswirkungen, die eine eventuelle Schließung des Standortes auf die Mitarbeiter in Alzenau hat. Allerdings sind wir auch den anderen Mitarbeitern sowie den Gesellschaftern des MAHLE Konzerns und hier insbesondere der MAHLE-Stiftung gegenüber verpflichtet, Verluste zu minimieren und den langfristigen Unternehmenserfolg sicherzustellen. Daher sehen wir keine Alternative zur Schließung des Werks.“
Das Werk beschäftigt derzeit rund 410 Mitarbeiter und 14 Auszubildende. Im MAHLE Werk Alzenau werden Kolben für Pkw-Diesel- und Ottomotoren beschichtet und bearbeitet.