Sauber, effizient, kostengünstig – Variables MAHLE Ventiltriebsystem für Nutzfahrzeuge

Stuttgart, 07.08.2018 – Mit dem MAHLE Shifting Roller System lassen sich variable Steuerzeiten, angepasst an die unterschiedlichen Motorbetriebszustände, realisieren. So können Funktionalitäten zum Abgastemperaturmanagement, zur Kraftstoffersparnis oder auch eine Motorbremsfunktion integriert werden.

  • MAHLE Lösung senkt Kosten, Verbrauch und Emissionen
  • Funktionsintegration im Ventiltrieb: Motorbremse, Abgastemperatur-Management und flexible Ventilsteuerung je nach Fahrzustand zur Effizienzsteigerung

Durch einen verschiebbaren Nockenfolgers erfolgt der Abgriff von wahlweise einem der zwei Nocken mit unterschiedlichen Profilen. Je nach Hubkurve des zweiten Nockens ermöglicht es den Betrieb des Motors als Permanentbremse, zum Abgastemperaturmanagement oder zum Betrieb mit Miller-Steuerzeiten. Im Gegensatz zu verschiebbaren Nockensegmenten auf der Nockenwelle sind beim Shifting Roller System die bewegten Massen deutlich kleiner. Dies macht sich in niedrigeren Verstellkräften und einem reduzierten Bauraum positiv bemerkbar. Ein erheblicher Vorteil des MAHLE Shifting Roller Systems liegt unter anderem in der elektrischen Aktuierung. Elektrisch aktuierte Systeme sind temperaturunabhängig, können zylinderselektiv betätigt werden, wechseln schnell und präzise zwischen den Betriebszuständen und gewährleisten so eine einwandfreie Funktion.

Motorbremse: Beim Einsatz als Motorbremse erreicht das MAHLE Shifting Roller System dank des 2-stroke Modus auch bei niedrigen Drehzahlen eine Bremswirkung, die nahe am Retarder liegt. Auch im Gegensatz zu hydraulisch aktuierten Systemen zeigt sich ein Leistungsvorsprung. Die Bremswirkung des MAHLE Systems liegt dabei etwa auf dem Niveau der Motorleistung. Zudem werden keine zusätzlichen Komponenten oder Systeme für die Motorbremse benötigt. Durch die zylinderindividuelle Aktivierung kann die Motorbremse stufenweise geschaltet und dem aktuellen Bremsleistungsbedarf angepasst werden.

Abgastemperatur-Management: Durch frühes Öffnen der Auslassventile lässt sich die Anhebung der Abgastemperatur verbrauchsgünstig darstellen. Abgas mit höherer Enthalpie ermöglicht frühere SCR-Kat-Light-Offs oder auch die Regeneration des Partikelfilters im Teillastbetrieb.

Miller-Zyklus / Atkinson-Zyklus: Durch frühes oder spätes Schließen der Einlassventile lässt sich das effektive Verdichtungsverhältnis reduzieren und damit eine Absenkung der Verbrennungstemperatur und des Druckniveaus erzielen. So wird der thermische Wirkungsgrad des Motors verbessert und die Effizienz des Verbrennungsprozesses erhöht.

Über MAHLE

MAHLE ist ein international führender Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie sowie Wegbereiter für die Mobilität von morgen. Der MAHLE Konzern hat den Anspruch, Mobilität effizienter, umweltschonender und komfortabler zu gestalten, indem er den Verbrennungsmotor weiter optimiert, die Nutzung alternativer Kraftstoffe vorantreibt und gleichzeitig das Fundament für die flächendeckende Einführung der Elektromobilität legt. Das Produktportfolio deckt alle wichtigen Fragestellungen entlang des Antriebsstrangs und der Klimatechnik ab – für Antriebe mit Verbrennungsmotoren gleichermaßen wie für die Elektromobilität. Produkte von MAHLE sind in mindestens jedem zweiten Fahrzeug weltweit verbaut. Auch jenseits der Straßen kommen Komponenten und Systeme von MAHLE zum Einsatz – ob in stationären Anwendungen, mobilen Arbeitsmaschinen, Schiffen oder auf der Schiene.

Der Konzern hat im Jahr 2017 mit rund 78.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 12,8 Milliarden Euro erwirtschaftet und ist mit 170 Produktionsstandorten in mehr als 30 Ländern vertreten. In 16 großen Forschungs- und Entwicklungszentren in Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, Spanien, Slowenien, den USA, Brasilien, Japan, China und Indien arbeiten rund 6.100 Entwicklungsingenieure und Techniker an innovativen Lösungen für die Mobilität der Zukunft.

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